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NEWS – SAISONSTART

Die Chemie stimmt im jüngsten Team der Liga

Trainer Gordon Herbert ist von der Mischung in seinem Kader überzeugt / Saisonziele dennoch vorerst zurückhaltend

Der Mann, der das Team der Fraport Skyliners besser machen soll. Fotos: Storch, Fraport Skyliners
Der Mann, der das Team der Fraport Skyliners besser machen soll. Fotos: Storch, Fraport Skyliners
Erste Ausfahrt Jena. Heute Abend um 20.30 Uhr beginnt für die Fraport Skyliners die Basketball-Bundesligasaison. Natürlich ist ein Auftakterfolg beim letztjährigen Aufsteiger science city Jena das Ziel des Teams von Gordon Herbert, um mit breiter Brust in das erste Saisonheimspiel am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober, 15 Uhr, Fraport Arena) gegen BG Göttingen gehen zu können. Ein Auftaktprogramm, das Hoffnung macht auf einen guten Saisonstart, der den Frankfurter Basketballern zuletzt nur selten vergönnt war.

Attraktiver Basketball

Die Fraport Skyliners, Deutscher Basketballmeister im Jahr 2004, stehen zu Beginn ihrer 19. Saison in der nationalen Eliteklasse easyCredit BBL wieder am Anfang eines Dreijahresplans. Der neue Vierjahresvertrag mit dem Hauptsponsor macht es möglich, langfristig zu planen. „Junge Spieler entwickeln und attraktiven Basketball zeigen“, nennt Clubchef Gunnar Wöbke die primären Ziele des ersten Jahres. „Ich erwarte eine spannende Saison, in der wir versuchen wollen, irgendwie an den Playoffs zu kratzen. Aber es ist nicht das oberste Ziel“, sagt Wöbke. Damit löst er sich deutlich von jenen Einschätzungen, die den Erfolg oder Misserfolg einer Saison nur am Erreichen dieses im Basketball fast schon mythischen achten Tabellenplatzes festmachen. Im zweiten Jahr, mit reifer werdenden Spielern, sollen dann die zählbaren Ergebnisse, also mindestens Platz acht, her. Und im dritten Jahr wollen die Fraport Skyliners um Titel mitspielen – so wie zum Ende des letzten dreijährigen Zyklus‘, als die Frankfurter 2016 den FIBA Europe Cup gewannen und ihre zwölf Jahre andauernde titellose Zeit beendeten.

Waren es damals mit Johannes Voigtmann, Danilo Barthel und Constantin Klein drei gereifte deutsche Topspieler neben dem überragenden Amerikaner Jordan Theodore, die den Ton im Team angaben, so stehen zu Beginn des nächsten Dreijahresplans wieder drei deutsche Aushängeschilder und ein internationaler Topmann im Fokus. Diesmal heißen die Deutschen Isaac Bonga, Niklas Kiel und Richard Freudenberg, 17, 19 und 20 Jahre alt und mit Ausnahme von Kiel fast noch Neulinge in der höchsten Spielklasse. Und der Spitzenspieler ist diesmal Philip Scrubb, begnadeter Distanzschütze und nach einem Jahr Verletzungspause zurück in Frankfurt. Stärker denn je, wie die Vorbereitung gezeigt hat. Erst seit Juli steht der kanadische Nationalspieler nach einer lange herausgezögerten Knieoperation und einem Aufbau im Kraftraum wieder auf dem Platz. „Frankfurt ist ein gutes Umfeld, um nach einem Jahr Auszeit wieder zu starten“, freut sich Scrubb auf die ersten Punktspiele, in denen er seine Leistungen der „Pre-Season“ sogar noch verbessern möchte. Auf dem 24-Jährigen, der aus der gleichen Ecke Kanadas kommt wie Herbert, ruhen vor allem die Hoffnungen des Trainers und des gesamten Vereins.

Jungs in der Männerliga


Phil Scrubb ist ein Antreiber und stark unter dem Korb.
Phil Scrubb ist ein Antreiber und stark unter dem Korb.
Herbert gibt sich vor der Saison wie immer in sich ruhend und zurückhaltend, lässt seinen Optimismus aber dennoch durchblicken. „Wir hatten zwei gute Trainingscamps, haben einen guten Mix mit einem Kiwi, einem Finnen, einem Landsmann von mir und einigen herausragenden deutschen Talenten“, sagt der Trainer, der bei den beiden Titeln 2004 und 2016 die Fäden in der Hand hielt. Jetzt komme es darauf an, dieses „interessante Team zusammenzubringen“. Von der Chemie und menschlich sei es jetzt schon die beste Truppe, die er je in Frankfurt trainieren konnte.

Dazu beigetragen haben auch Teambuilding-Maßnahmen wie Canyoning und ein Fußballspiel, bei dem die Deutschen so deutlich gegen das internationale Team führten, dass Herbert die Übung nach 15 Minuten abbrach. Als erfahrener Coach benennt er aber auch die zentrale Herausforderungen für den jüngsten Bundesliga-Kader überhaupt. „Wir haben einige Jungs, die jetzt erstmals in einer Männerliga spielen. Manchmal machen sie einen Schritt nach vorn und zwei zurück. Das ist ein Prozess, durch den man sich kämpfen muss“, sagt Herbert und meint hiermit neben den drei Youngstern auch Garai Zeeb und weitere, aus dem ProB-Team nachrückende Nachwuchsleute.

Froh ist Herbert darüber, dass er auch Center Jonas Wohlfarth-Bottermann, der aus Ulm kam und der mit 27 Jahren noch nicht am Ende seiner Entwicklung scheint, und seit kurzem auch den Finnen Shawn Huff wieder zur Verfügung hat, nicht zu vergessen den Neuseeländer Tai Webster, die US-Amerikaner Quantez Robertson, der seine neunte Saison in Frankfurt in Angriff nimmt, und Mike Morrison. Scrubb, Herberts verlängerter Arm auf dem Feld, pflichtet ihm bei: „Wir haben das Talent und das Potenzial, um viele Spiele zu gewinnen.“ Nur internationale Erfahrung wird das Team in dieser Saison nicht sammeln, zum ersten Mal seit vier Jahren spielen die Fraport Skyliners nach Platz elf im Vorjahr in keinem europäischen Wettbewerb. Einen Vorteil sieht der Chefcoach darin, dass dem Team viele englische Wochen erspart bleiben und mehr Zeit für das Training bleibt. Allerdings fehle den jungen Spielern auch der zusätzliche Wettbewerb in „stressigen Situationen“. Aber Herbert weiß, wie man zu mehr Saisonspielen und womöglich auch zu einer Europacup-Qualifikation gelangt. „Wir wollen in der Hinrunde unter die Top Sieben und so in den Deutschen Pokal, ein zweiter Weg sind die Playoffs.“ Was sich schon wieder nach etwas höheren Zielen anhört… als 

Isaac Bonga will angreifen

eben Niklas Kiel und Richard Freudenberg, der sein US-Abenteuer an der St. John’s University nach einem Jahr abgebrochen hat, setzt auch Isaac Bonga, der dritte hoch eingeschätzte Deutsche im Team der Fraport Skyliners, voll auf die Karte Basketball. Der noch 17-Jährige hat die Schule ein Jahr vor seinem Fachabitur abgebrochen, mit der Option, bei Bedarf in einigen Jahren an dieser Stelle weitermachen zu können. Zweimal täglich trainieren lässt sich mit Schulunterricht bis 17 Uhr eben kaum vereinbaren.

In seinem neuen „Beruf“ will Bonga voll durchstarten – und den teaminternen Kampf mit Tai Webster um den Starterplatz auf der Position 1 des Aufbauspielers (Point Guard) aufnehmen. „Ich habe viel mit Dennis Wellm im Kraftraum und mit Klaus Perwas an meinem Wurf gearbeitet. Zudem ist meine Grundschnelligkeit und mein Ballhandling besser geworden“, sagt das Frankfurter Toptalent selbstbewusst. Alles Qualitäten, die man als Spielmacher braucht.

„Den Platz in den ersten Fünf muss man sich erarbeiten“, sagt Bonga, der sich von diesem Ziel nicht weit entfernt sieht. Auch er rühmt das Klima in der Mannschaft: „Das Team nimmt einen gut mit. Es gibt viele Rückmeldungen der erfahrenen Spieler, die wir Jungen gerne mitnehmen.“ Die Fraport Skyliners können darauf hoffen, noch einige Jahre Freude an ihrem Juwel zu haben: Bongas Vertrag läuft bis 2020, eine Ausstiegsklausel im Falle eines NBA-Angebots ist aber eingebaut.

Fraport Skyliners

„Wir sind alle heiß auf die ersten Spiele“

Niklas Kiel spricht über Ziele, Ehre und seine Erwartungen an die neue Saison

Niklas Kiel möchte in dieser Saison hohe Sprünge machen, zum Saisonauftakt wird er allerdings wegen einer Gehirnerschütterung ausfallen.
Niklas Kiel möchte in dieser Saison hohe Sprünge machen, zum Saisonauftakt wird er allerdings wegen einer Gehirnerschütterung ausfallen.
Niklas, Sie gehören mit gerade 20 Jahren schon zu den etablierten Spielern im Kader. Merken Sie, dass sich Ihre Stellung im Team verändert hat?

Ich merke schon, dass ich mittlerweile in einer Position bin, in der ich den jüngeren Spieler helfen kann und ihnen Dinge erkläre. Ich bin schon einige Jahre hier in Frankfurt und kenne mich daher in vielen Bereichen etwas besser aus, was Abläufe angeht. Ich merke zudem auch, dass ich bei den älteren Spielern anders akzeptiert und angesehen werde.

Durch die guten Leistungen im Vorjahr wird sicher auch die Erwartungshaltung in Sie steigen. Wie gehen Sie damit um, jetzt zu den drei „deutschen“ Gesichtern des Kaders zu zählen, so wie einst Barthel, Voigtmann und Klein?


Es freut mich natürlich, ein „Gesicht“ des Clubs zu sein. Das ist eine gute Situation und eine große Ehre für mich. Ich will diese Position aber auch als Motivation nutzen und mich so zeigen, dass ich diese Stellung verdiene.

Orientieren Sie sich insgesamt an dem Weg, den Danilo Barthel auf Ihrer Position in Frankfurt vorgezeichnet hat? Oder machen Sie ganz Ihr eigenes Ding?


Ich versuche generell mein eigenes Ding zu machen und meinen eigenen Weg zu gehen. Aber es ist schon hilfreich zu wissen, wann und wo welche Schritte unternommen wurden. Wenn es mal Unsicherheiten gibt, weiß ich, dass es mit Danilo hier schon jemanden gegeben hat, der einen ähnlichen Weg gegangen ist. Ich stehe mit ihm nicht regelmäßig in Kontakt, aber wenn wir uns sehen, sprechen wir auch miteinander und tauschen uns aus.

Ihr Ziel muss ja sein, eine Stammkraft im BBL-Team zu sein und dort noch mehr Spielzeit zu erhalten. Inwiefern ist die ProB für Ihre weitere Entwicklung da noch hilfreich?


Die Möglichkeit in der ProB zu spielen, ist sehr hilfreich! Gerade dann, wenn man dort viel spielen kann und seinen Spielrhythmus braucht. Dann ist es optimal, in der ProB spielen zu können. Es kann einem sehr viel Selbstvertrauen geben und man kann Schritte nach vorne machen. Ich denke daher, dass man diese Situation für sich nutzen sollte, egal wie gut man ist.

Wo sehen Sie Ihre besonderen Stärken?


Ich bin ein großer Spieler, der viele Sachen auf dem Feld machen kann. Ich spiele gerne mit dem Gesicht zum Korb, kann für einen Großen gut werfen und den Ball vom Ring fischen. Ich bringe von allem etwas mit.

In welchen Bereichen müssen Sie sich noch verbessern? Wo liegt da aktuell der Fokus im Training?


Ein Bereich, an dem man immer arbeiten muss, ist die Athletik und die Physis. Ich spiele nicht mehr in der Jugend, sondern jetzt jeden Tag gegen austrainierte Männer. Dazu muss ich auch in der Verteidigung noch abgeklärter werden und reifer agieren.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit, wenn Sie nicht Basketball spielen oder trainieren?


Wenn es die Zeit erlaubt, mache ich viel mit Freunden und Verwandten. Einfach mal was ganz anderes unternehmen. Nichts wirklich Spektakuläres also.

Was gefällt Ihnen in Frankfurt und am Rhein-Main-Gebiet am besten?


Als ich hierhergekommen bin, dachte ich, dass Frankfurt riesig und extrem groß ist. Aber als ich dann erst mal hier war, habe ich festgestellt, dass es hier sehr angenehm ist. Frankfurt ist schon eine Großstadt, aber doch irgendwie überschaubar. Die Stadt erschlägt einen nicht. Ich mag den Main, dort ist es wirklich cool. Auch nach Kronberg zieht es mich immer wieder. Dort habe ich mein Abitur gemacht und habe viele Freunde.

Sie haben noch drei Jahre Vertrag? Was wollen Sie in dieser Zeit erreichen – persönlich wie auch mit dem Team?


Mit dem Team will ich dieses Jahr definitiv die Playoffs erreichen. Letztes Jahr haben wir die leider verpasst. Als Spieler will ich noch weiter in der easyCredit BBL ankommen und zeigen, dass ich ein guter Spieler bin. Das ist mein nächster Schritt.

Und ganz konkret Ihre Erwartung für die ersten Saisonspiele? Hat sich das Team schon gefunden?


Wir harmonieren sehr gut. Alle haben ein gutes Gefühl für die Saison und die ersten Spiele. Die Rückkehr von Shawn Huff nach der Europameisterschaft hat dem Team noch mal einen zusätzlichen Schub gegeben. Wir sind alle heiß auf die ersten Spiele!

Die Heimspiele bis Ende 2017

3. Oktober 15.00 Uhr
Fraport Skyliners – Göttingen

11. Oktober 19.00 Uhr
Fraport Skyliners – Braunschwei

22. Oktober 17.30 Uhr
Fraport Skyliners – Bayreuth

5. November 17.30 Uhr
Fraport Skyliners – Oldenburg

18. November 18.00 Uhr
Fraport Skyliners – Ulm

9. Dezember 18.00 Uhr
Fraport Skyliners – Bremerhaven

17. Dezember 15.00 Uhr
Fraport Skyliners – Berlin

26. Dezember 15.00 Uhr
Fraport Skyliners – Tübingen

Tickethotline: 069-92 88 76 19
Mail: ticket@skyliners.de
Internet:

www.fraport-skyliners.de/tickets
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